
Optimieren, retuschieren, Effekte zaubern: Viele, der auf der fotocommunity gezeigten Fotos, sind mehr oder weniger stark in einem Bildbearbeitungsprogramm editiert und ähneln dem "Original" aus der Kamera oft kaum mehr.
Ist Bildbearbeitung eine Kunst, die heutzutage untrennbar mit der Fotografie verbunden ist? Oder ist die nachträgliche Veränderung von Fotos am Computer ein "Betrug am Betrachter"? Ist es legitim und klug, Veränderungen vorzunehmen oder ist das ganz und gar abzulehnen? Und sollte man nicht am besten jedes Foto so anlegen, dass man es direkt "out of the box" nehmen und zeigen kann?
Die nachträgliche Bearbeitung von digitalen Bildern wird in der fotocommunity regelmäßig heiß diskutiert. Wir wüssten gerne, wie Ihr das seht und selber handhabt. Wer von Euch nutzt ein Bildbearbeitungsprogramm und wie weit geht Ihr damit? Stempelt Ihr zum Beispiel störende Objekte im Bild weg?
Bitte schreibt vor jeden Kommentar zum Thema, entweder "Pro" (Bildbearbeitung) oder "Kontra" (Bildbearbeitung), damit rein zahlenmäßig schon einmal ein schneller Überblick entsteht. Wir sind gespannt auf Eure Meinung!


Kommentare (135)
"Kontra" (Bildbearbeitung), Vielleicht ein bisschen die Sättigung oder Belichtung machen, oder ein Staubkorn rausstempeln. Aber ein Bild solange zu bearbeiten bis es auch gut aussieht, nur weil mans nicht schafft ein gutes Foto zuschießen. Das hat nichts mehr mit Fotografie zutun!
Von fotofreak92 | 06.02.12 15:26
Geschrieben am 06.02.12 15:26
Es kommt eigentlich darauf an wieviel vom eigentlichen Bild übrig bleibt. Wer ein schlechtes Bild macht und es dann schön retuschiert, ist ein schlechter Fotograf. Die Bildoptimierung (Sättigung, etc.) sind jedoch enorm wichtig um eine Bildaussage zu unterstreichen. Früher hätte man sich bspw. schon vor dem Auslösen überlegen müssen, ob das Bild in Schwarz-weiß enwickelt werden sollte und dann den entsprechenden Film einlegen. Heute würde ich kein Foto mehr in Schwarz-weiß fotografieren. Zum Glück kann ich diese Entscheidung später treffen.
Was hinzukommt: Viele Mitglieder der Fotocommunity akzeptieren heute leider keine natürlichen Makel mehr. Sie drängen mit ihren Kommentaren Nutzer dazu jede Kleinigkeit wegzustempeln, weichzuzeichnen, oder was auch immer. Leider auch bei eigentlich guten Bildern.
Von Alexander M. Wiedl | 06.02.12 15:41
Geschrieben am 06.02.12 15:41
"Pro"
alles was früher in der Dunkelkammer gemacht wurde, mache ich jetzt am PC und zwar so, dass Mir die Bilder gefallen !
Bei Street und Reportage wird nichts gestempelt !
Bei Portraits gibt es kleine Schönheitsreparaturen, wer will schon einen Pickel auf der Nase sehen :-)
und die Fotografie entwickelt sich weiter, dazu gehört eben auch die Bildbearbeitung
wenn man darauf angewiesen ist, Fotos zu verkaufen, muss man bearbeiten und sich dann auch noch den Kundenwünschen anpassen :-o)
Von Zwei AnSichten | 06.02.12 15:49
Geschrieben am 06.02.12 15:49
Pro
Ich bin dafür. Allerdings soll man es auf den ersten Blick nicht gleich sehen. Total überdrehte Farben, zu harte oder schwammige Kontraste, das ist nicht mein Ding. Zur Perfektionierung und Stimmungsfindung find ichs ok.
Von B.A.R.B.I. | 06.02.12 15:54
Geschrieben am 06.02.12 15:54
PRO
ich kann nämlich gar nicht fotografieren :-))))))))))))
Von SisX | 06.02.12 15:55
Geschrieben am 06.02.12 15:55
Pro.
Ich bin definitiv für Bearbeitung. Denn erst durch die Bearbeitung bekommt ein Bild doch erst den letzten Schliff. In Zeiten digitaler Fotografie gehört die Nachbearbeitung einfach dazu.
Von Jan Bräuer | 06.02.12 16:01
Geschrieben am 06.02.12 16:01
Pro.
Solange man die Bildaussage damit unterstreicht und es nicht übertreibt. Ich hab kaum Ahnung von Bildbearbeitung, aber allein die Möglichkeit, z.B.: die Bildausrichtung zu korrigieren, weil man die Kamera auf die Schnelle nicht gerade gehalten hat ist doch klasse und verfälscht das Bild nicht.
Von ChristianeBerndt | 06.02.12 16:07
Geschrieben am 06.02.12 16:07
Pro
Ohne Photoshop geht da gar nichts, es macht einfach Spass die Bilder zu bearbeiten.
Von Daniel Haupt 1983 | 06.02.12 16:10
Geschrieben am 06.02.12 16:10
Kontra
Ich bin der Meinung sich daran zu üben ein gutes Foto so hinzubekommen wie man es möchte ist das eigentlich Hobby und Spass daran. Wenn ich mir ein Foto auf dem PC ansehe und etwas stört mich oder gefällt mir nicht versuche ich dies das nächste mal zu berücksichtigen um besser zu werden. Wer ein gutes pic schiesst erspart sich das nachbearbeiten ;).
Das bezieht sich auf dei Hobbyfotografie und af das Protraitieren denn wir wollen ja die natürliche Schönheit mit Macken ;))
Von xxlBambi | 06.02.12 16:11
Geschrieben am 06.02.12 16:11
PRO: Aber nur in einem angemessenen rahmen.
Soll heißen: Wie schon erwähnt, ein dicker Pickel wegretuschiert auf einem Portrait hat nichts mit "Nicht-fotografieren-Können" zu tun.
Bei Landschaftsaufnahmen und sonstigen Bildern finde ich auch, dass maximal Sättigung/Kontrast und solche kleinen Spielereien aktzeptabel sind. Wenn ich anfange das Bild zu verfälschen find ich das nicht mehr so schön...
LG
Josy
Von Jazzlin | 06.02.12 16:13
Geschrieben am 06.02.12 16:13
"PRO"
Ich denke das sich die Bildbearbeitung gerade in der heutigen Zeit echt durchgesetzt hat.
Ich finde aber auch, dass das die Sache nicht "leichter" für ahnungslose macht, denn gute Bildbearbeitung ist keineswegs einfach.
Die Kunst darin liegt eben, es so aussehen zu lassen als wäre es unbearbeitet.(mal abgesehen von Composings, welche wiederrum ja auch irgenwie realistisch aussehen müssen...)
Gruß Daniel...
Von Daniel Reiners | 06.02.12 16:14
Geschrieben am 06.02.12 16:14
kontra
ich denke man soll die bilder so zeigen wie sie entstehen
o.k. eventuell einen wirklich stöhrenden gegenstand wegstempeln vielleicht etwas nachschärfen ansonsten belasse ich z.b. meine bilder so wie sie eben entstehen
sonst verliert das ganze ja seine nätürlichkeit
Von Mystifly | 06.02.12 16:15
Geschrieben am 06.02.12 16:15
PRO
Wenn man das die Kamera mit der internen Bearbeitung erledigen lässt, ist das mit Sicherheit nicht schlimmer als seine RAW-Aufnahmen später am PC zu bearbeiten. Meistens ist das Ergebnis auch viel dezenter.
Von Josef Schmitt | 06.02.12 16:16
Geschrieben am 06.02.12 16:16
PRO
Was hätten z. B. Man Ray oder Andreas Gursky ohne nachträgliche Bildbearbeitung gemacht ?
Ein müßige Diskussion.
Von Artur Heinrich | 06.02.12 16:16
Geschrieben am 06.02.12 16:16
Pro
Ich verdiene mein Geld damit.
Von BigK | 06.02.12 16:17
Geschrieben am 06.02.12 16:17
Ich finde , solange es im Rahmen bleibt, durchaus ok. Ich selbst arbeite mit Lightroom, aber die komplette Bearbeitung, so wie man ein Foto nie schießen könnte überlasse ich gerne anderen. Die Ergebnisse mögen ja gut sein, haben aber mit der Realität nichts mehr zu tun.
Von Birger Treimer | 06.02.12 16:18
Geschrieben am 06.02.12 16:18
Die Digitale Bildbearbeitung gehört für mich zum Fortschritt in der Fotografie dazu und wenn wir uns immer gegen den Fortschritt sperren, würden wir Heute noch zu Fuß gehen. Wir würden das Rad und viele viele andere Errungenschaften des Fortschritts nicht nutzen.
Von Arno Planken | 06.02.12 16:23
Geschrieben am 06.02.12 16:23
kontra ich bin der meinung das die bilder eher verfälscht werden. lichte sättigung anpassen ok aber mehr sollte ned gemacht werden.
Von Brooner | 06.02.12 16:27
Geschrieben am 06.02.12 16:27
Ich verdiene auch mein Geld damit ... pro!
Kaum eins der Bilder geht "unbearbeitet" in den Druck, von daher ...!
Von nachtfrost.com | 06.02.12 16:28
Geschrieben am 06.02.12 16:28
Pro
es gibt doch gar kein unbearbeitetes Bild. Verwende ich ein jpg aus der Cam, hat die Cam schon eine Bearbeitung vorgenommen. Ich verwende nur RAW's und die müssen halt - wie Negative früher auch - entwickelt und somit bearbeitet werden.
Von Thomas Gasthaus | 06.02.12 16:30
Geschrieben am 06.02.12 16:30
Pro
Ohne Bildbearbeitung wären die Portraits nicht so makellos, die Farben flau und kein HDR möglich. Und am PC kann man mühelos störende Objekte aus dem Bild entfernen.
Auf die andere Seite, betrachte ich selber die Bildbearbeitung als "Fälschung", man tut eine Perfektion simulieren die nicht existieren kann.
Besonders Montagen empfinde ich als besondere Fälschung. Auch meine Arbeiten. Denn da geht es nicht mehr nur um kleine "Reparaturen", ein Pickel raus oder die Augenfarben erfrirschen, sondern es werden komplett unterschiedliche Welten zusammengeschmolzen.
Ich würde es mir wünschen, dass die Bilder markiert werden, welche bearbeitet, also "gefälscht" sind. Da aber inzwischen die meisten sind, können die Fotografen ihre unbearbeiteteten Bilder, welche direkt aus der Kamera kommen, sie stolz als solches präsentieren.
Von Manuel F. | 06.02.12 16:35
Geschrieben am 06.02.12 16:35
Das ist schwierig...
prinzipiell bieten moderne kameras ja schon viele möglichkeiten ein bild bereits in der kamera zu bearbeiten...
Ich finde was belichtung kontraste und weissabgleich angeht gehört es zur entwicklung des fotos und ist damit okay.
sobald zusätzliche filter oder oder masken genutzt werden wird es kritisch. Dann hat das schon weniger mit fotografieren und mehr mit bildbearbeitung zu tun.
Genauso wenn es um das entfernen unliebsamer objekte geht. (Gut der Pickel auf der Nase beim Portrait...aber da spricht man ja auch schon von der bearbeitung und nicht mehr von der fotografie)
Von Sascha Neuroth | 06.02.12 16:37
Geschrieben am 06.02.12 16:37
PRO
Ich finde eine Bearbeitung nicht schlimm. Meine Freundin ist es auch immer diejenige, die die Krise bekommt wenn ich einen ihrer Pickel nicht wegretuschiere. Es gehört meiner Meinung nach zu Fotografie des 21. Jahrhunderts dazu. Wir haben die Möglichkeit zur nachträglichen Verbesserung des Bildes, warum also dann nicht nutzen?
Wenn ich ehrlich bin, denke ich manchmal bei einem meiner Bilder, dass es gut so ist wie es ist. Bearbeitung nicht sonderlich notwendig. Aber ich habe das Gefühl, es fehlt etwas und das manche Profis da bestimmt viele Mängel entdecken würden.
Aber im Grunde genommen bleibe ich bei der Bearbeitung, bei den üblichen Schritten wie Helligkeit/Kontrast/Sättigung.
Wenn Fotografen/Fotografinnen etwas von der professionellen Bearbeitung verstehen und diese auch dem entsprechend anwenden, ist das für mich ebenfalls Kunst.
Die Bildbearbeitung wird in Zukunft noch das Thema der Fotografie bleiben.
Von Krisichen | 06.02.12 16:40
Geschrieben am 06.02.12 16:40
Pro,
Eigentlich gibt es kein unbearbeitetes Bild.Ich verwende nur Raw und die mussen bearbeitet werden. Was muss man heutzutage noch ohne Photoshop?
Man soll es benutzen!!
Von Hans Beernink | 06.02.12 16:41
Geschrieben am 06.02.12 16:41
Pro
Natürlich Pro, ich arbeite auch nur mit RAW und ohne die Bildbearbeitung würde mir das Ganze halb so viel Spaß machen. Mein Vater hatte früher viele Reportagen gemacht und ich war in der Dunkelkammer oft dabei. Da wurde auch retuschiert, nachbelichtet und alles möglich veranstaltet, damit es für die Zeitung druckfähig wurde. Heute sind die Möglichkeiten am Computer tausend mal besser, einfacher und wirkungsvoller.
Außerdem kann man das Thema so global nicht erfassen. Es gibt eine Menge Fotos, die erst durch die Bearbeitung zu dem geworden sind, was sie ausstrahlen. Manchmal kommt man gerade durch die Verfremdung zur neuen Sicht auf die Dinge.
Ich meine nicht Portraits auf Titelblättern, bei denen die alberne Bearbeitung dazu führt, dass 60-jährige aussehen, wie 35-jährige.....
Von Petra Pohland | 06.02.12 16:50
Geschrieben am 06.02.12 16:50
Pro
Fotografie ist eine Form von Kunst, in der der Fotograf zeigt, was er sehen will oder gesehen hat. Für dieses Bild hat er dann seine Ausrüstung und seinen Ausschnit gewählt. Ein vorliegendes Bild ist immer subjektiv und daher hat jeder Fotograf das Recht, die Dinge so, wie er sie sieht oder sehen will, darzustellen. Ein Maler fügt auch zusammen, was ihm passt, ein Schriftsteller kann auch beschreiben, wie es ihm gefällt, da wird es dann als realistisch empfunden. Bloß der Fotograf scheint das nicht machen zu dürfen.
Und wer jetzt sagt, früher war alles besser, möge sich dran erinnern, dass früher in SW fotografiert wurde. Sehr realistisch! Meine Welt ist bunt...
Letztendlich kommt es darauf an, was ein Fotograf machen will und in welcher Sparte er arbeitet. Danach richtet sich wohl, was man an Eingriffen ins Bild als akzeptabel ansieht. Man kann ein Street nicht mit Digiart vergleichen wollen. Und schlechte Fotografen bleiben schlechte Fotografen, Bearbeitung hin oder her.
Von herr greg | 06.02.12 17:05
Geschrieben am 06.02.12 17:05
Pro,
denn kein Bild o.t.b. ist perfekt.
Es sollte aber authentisch bleiben.
Von Ullrich Scharff | 06.02.12 17:05
Geschrieben am 06.02.12 17:05
Wie in meinem Profil steht, bin ich gegen Fotobearbeitung - jedoch kommt es auf den Zweck an. All meine Pixx sind nicht bearbeitet, weil ich so transportieren will, wie sie entstanden sind. Im Beruf ist das aber sicher unerläßlich und nötig. Deshalb ist diese Frage nonens ;-P
Von Susikamikatze | 06.02.12 17:07
Geschrieben am 06.02.12 17:07
PRO!
Nicht nur weil vorallem Nikon Bilder von Helligkeit, Kontrast, etc. angepasst werden müssen, sondern auch weil auch manch kleine Objekte die Komposition stören und mit Photoshop retuschiert werden sollten.
Von Ruben Zimmermann | 06.02.12 17:09
Geschrieben am 06.02.12 17:09
Kontra: Allerdings nur für mich persönlich! Ich versuche lieber zu fotografieren statt zu photoshoppen. Für die meisten Berufsfotografen aber meist ein wichtiges Werkzeug (verständlicherweise). Völlig daneben aber fotografische Fehltritte mit PS retten zu wollen und als gewollt zu verkaufen.
Von Steffen Glock | 06.02.12 17:27
Geschrieben am 06.02.12 17:27
Pro,
ich fotografiere nur in Rohdaten,daher muß ich alle Fotos mit Lightroom bearbeiten,im übrigen bin ich der gleichen Meinung wie User herr greg.ein gutes Foto entsteht nicht nur durch eine Bearbeitung sondern man sollte auch den Blick für ein gutes Motiv haben
Von Dieter Zaplo | 06.02.12 17:30
Geschrieben am 06.02.12 17:30
Pro.
Hier mal ein bisschen Kontrast erhöhen, da ne Farbe ein wenig filtern oder das Bild in s/w umwandeln. Mehr aber auch nicht.
Von Dayxel | 06.02.12 17:32
Geschrieben am 06.02.12 17:32
Kontra, ...o.k.mal bissel mehr Kontrast geben oder so ,halt nix großes an Bildbearbeitung mache ich bei meinen Fotos...,,aber jeder wie er mag :)
VG Lutz
Von Lutz Pöhlmann | 06.02.12 17:35
Geschrieben am 06.02.12 17:35
Pro.
Weshalb? ganz einfach, die Diskussion ist unsinnig. Es gibt kein unbearbeitetes Bild. Bearbeitung fängt schon mit den Entwicklungsparametern in der Kamera an. Ohne Entwicklung gäbe es kein Bild, sondern nur elektrische Pegel. Dementsprechend gibt es auch kein "out of the Box", weshalb man sich da auch gar nicht dran festbeißen kann. Die Diskussionen über sowas sind schlicht vertane Zeit.
Und das war "früher" zu chemischen Zeiten nicht wirklich anders, nur deutlich aufwändiger und nicht in dem Funktionsumfang, wie es digital möglich ist.
Von Uwe Naumann | 06.02.12 17:35
Geschrieben am 06.02.12 17:35
Pro, wobei es sich bei mir in engsten Grenzen hält, da ich PS nicht einmal besitze. Aber wenn der Horizont ausgerichtet werden muß oder der Kontrast etwas höher sein sollte, dann benutze ich selbstverständlich gern ein Bildbearbeitungsprogramm.
Was ich scheußtlich finde sind diese dermaßen bearbeiteten Fotos, wo man mit einem Blick erkennt, daß sie mit der Realität nicht mehr viel zu tun haben.
Von Ilse Jentzsch | 06.02.12 17:56
Geschrieben am 06.02.12 17:56
Bearbeitung hat es schon in den ersten Dunkelkammern gegeben - ein Foto zu entwickeln beinhaltet schon dessen Bearbeitung. Entscheidend ist doch ausschließlich die Bildwirkung - welchem Zweck dient also diese Diskussion?
Von Rafael Scheidle | 06.02.12 17:56
Geschrieben am 06.02.12 17:56
Pro
Wobei sich Fotografie und Bearbeitung ergänzen sollten. Beides ist wichtig. Um so besser ich fotografieren kann um so weniger muss ich in der Bearbeitung korrigieren.
Allerdings ist die eine oder andere Bildidee ohne BEA nicht möglich, oder nur mit grossem Aufwand umzusetzen.
Von Pantau1969 | 06.02.12 18:00
Geschrieben am 06.02.12 18:00
Pro
Aber nur in Maßen. Die Bildaussage sollte durch die Bearbeitung nicht verfremdet werden.
Von Volker Wi. | 06.02.12 18:05
Geschrieben am 06.02.12 18:05
Pro!
Das ist ja gerade das interessante an der digitalen Fotografie, man hat alle Möglichkeiten...
Das Bearbeiten ist ja auch eine Form von Kunst, manche Ideen wären ohne sie gar nicht umsetzbar.
Von Dieter Weck | 06.02.12 18:15
Geschrieben am 06.02.12 18:15
pro UND contra
Ich unterscheide zwischen Retusche und Bildbearbeitung:
CONTRA Retusche, wenn ein Gesicht zu Tode retuschiert wird (Playboy & Co)
PRO Bildbearbeitung, wenn damit als WeiterENTWiCKLUNG der Fotoghrafie etwas Neues geschaffen wird.
Von Raymond M. | 06.02.12 18:23
Geschrieben am 06.02.12 18:23
PRO! und zwar eindeutig .Auch früher wurden Bilder schon bearbeitet und zwar in der chemischen Entwicklung. Dort konnte man auch gewisse Effekte erziehlen. Ich hasse es wenn Leute sich so gegen digitale Bildbearbeitung stellen aber selber mit einer Digitalkamera arbeiten. Bildbearbeitung ist einfach nur zeitgemäßes Entwickeln und ein Ansel A. hätte nichts anderes getan, hätte er die Technik besessen. Manch Effekte und so weiter lassen sich nun mal eben nur so realisieren, dass hat dann auch nichts mit Nichtkönnen oder Betrug zu tun
Von Joghurt-Becher | 06.02.12 18:26
Geschrieben am 06.02.12 18:26
PROfis wie ich lieben Photoshop
Von ShootingsBremen | 06.02.12 18:34
Geschrieben am 06.02.12 18:34
Kontra
Mehr Kontra als Pro jedenfalls. Ich habe nichts gegen ein paar kleine Schärfe- oder Farbkorrekturen, aber ich versuche z. B. durch Filter möglichst viel durch das Fotografieren an sich zu machen. Ich habe gerade eben wieder so stark bearbeitete Fotos gesehen, dass mir fast schlecht geworden ist. Ein Foto kann durch eine Bearbeitung auch kaputt gemacht werden. Man kann fotografieren oder nicht und man kann eben bearbeiten oder nicht. Ein Foto bearbeiten ist durch die Programme für mich heutzutage keine Kunst mehr, ein gutes Foto machen aber schon. Aber letztendlich liegt es immer im Auge des Betrachters und ist ja meist auch Geschmackssache...
Von PamV | 06.02.12 19:04
Geschrieben am 06.02.12 19:04
PRO.
es war einmal....
Licht im Zimmer "out of the Box" Kerzen anzünden, heute Lichtschalter an und es werde Licht !
die ersten autos "out of the Box" mit der handkurbel starten, aber hallo! heute start-knopf und ab gehts!
Meine ersten Fotos speziel S/W, stundenlang in der dunkelkammer, hier nachbelichten, da abwedeln, dort noch mit Chemie nachhelfen, am nächsten Morgen die grosse Überraschung, die Fotos zu hell zu dunkel.....
aber alles "out of the Box". Da lobe ich mir doch das Heute und Morgen "Photoshop sei Dank".
herzliche grüsse im 2012
heinrich
Von Kessler Heinrich | 06.02.12 19:20
Geschrieben am 06.02.12 19:20
PRO-
aber nicht ohne Wenn und Aber!
Bitteschön- es wären uns doch, vor allem in de fc, schon einige grandiose Kunstwerke durch die Lappen gegangen, wenn nicht nachbearbeitet werden würde, keine Situationen verfremdet, eingefärbt, ausgeschnitten und woanders eingefügt worden wären... viele Bilder und Gags, oder gar die Werbung würde gar nicht funktionieren ohne Bildbearbeitung.
ABER.... es bringt gar nichts, aus einem verpfuschten Foto mit nachträglichen Tricks noch ein "richtiges" machen zu wollen. Dann besser noch mal von vorne anfangen und gleich die richtige Belichtung oder sonstwas wählen, richtig durchschauen und nicht nachträglich zurechtschneiden... auf besseres Licht warten oder sich die Zeit nehmen und einen zweiten Schuß versuchen....
Besser die Zeit beim fotografieren verbracht, als vorm Kastl gesessen!
Von nockapatzl | 06.02.12 19:21
Geschrieben am 06.02.12 19:21
PRO!
Ich möchte ein Bild schaffen, das etwas so zeigt, wie ICH es gesehen habe - wie ich es empfunden und erlebt habe. Wenn das knallige Farben sind, mach ich sie knallig, wenn ich den Blick zum Horizont beeindruckend fand, sorge ich dafür, dass der Dunst verschwindet, und wenn der Pickel auf der Stirn meiner Tochter den Blick zu sehr auf sich zieht, dann stemple ich ihn weg. Ausnahme sind höchstens rein dokumentarische Aufnahmen - aber die mache ich höchst selten. Und: Photoshoppen macht Spaß!
Von Gabi Lässig | 06.02.12 19:25
Geschrieben am 06.02.12 19:25
PRO.... aber:
Die Bildbearbeitung kann ein Werkzeug des kreativen Prozesses sein und ermöglicht Ergebnisse, die "out of the box" unmöglich wären. Wie jedes Werkzeug kann man auch die Bildbearbeitung aber zum Guten wie zum Schlechten einsetzen. Und ein nichtssagendes Bild gewinnt nur selten, wenn man noch drei, vier, fünf tolle Effektfilter drüberbügelt. Andererseits kann ein schon recht starkes Bild durch gezielt und sparsam(!) eingesetztes "Aufmotzen" durchaus noch gewinnen.
Persönlich versuche ich z.B., die Notwendigkeit des Stempelns so weit wie möglich schon bei der Aufnahme zu eliminieren... das bedeutet manchmal mehr Überlegung, mehr Abwarten (bis z.B. Personen aus dem Bildausschnitt sind), schafft aber -für mein Empfinden- authentischere Bilder.
Die extreme Bildbearbeitung in der Beauty-Fotografie hingegen sehe ich ähnlich kritisch wie einer der Autoren weiter über mir: Hier werden unsinnige und unerreichbare Schönheitsstandards gesetzt, denen dann hinterhergehechelt wird...
Von auenlander | 06.02.12 19:41
Geschrieben am 06.02.12 19:41
PRO
Ich liebe Bildbearbeitung, da es aus einem Foto ein wirklich einzigartiges macht, das sonst niemand auf der Welt hat.
Von Ma Bu | 06.02.12 19:52
Geschrieben am 06.02.12 19:52
PRO
Gute Bilder entstehen immer noch in der Kamera beim Fotografieren, aber richtig gute Bilder haben ein passenden Nachbearbeitung. Und die findet heutzutage eher im Computer statt als beim "Abwedeln" in der Dunkelkammer.
Von Volker Hilarius | 06.02.12 19:57
Geschrieben am 06.02.12 19:57
Pro, weils Spass macht - UND ich persönlich liebe die Seele der Bilder und deren Energie, deshalb kommen bei mir auch Bilder "auf den Tisch", die mir technisch evtl. abgehauen sind. Bearbeiten - ja für kunden, dies wünschen ... und mit dn Fraben spielen - weniger um zu " vertuschen - oder zu retten " - Lg Steffi - www.bildfaenger.eu
Von bildfaenger.eu | 06.02.12 20:03
Geschrieben am 06.02.12 20:03
PRO
Fotografie ist eine Kunst und Retusche und Korrektur,
es wie ein Gemälde, auch eine Kunst. Fotograf als Künstler sieht in der Tatsache, dass Fotos von ihren
Von Sergej WEBER | 06.02.12 20:20
Geschrieben am 06.02.12 20:20
PRO
Einer eher bizarre Frage. Was früher im Labor geschah, passiert heute eben mit Photoshop. Auf Bildbearbeitung zu verzichten, heißt, auf ein wesentliches und selbstverständliches Werkzeug zu verzichten.
Sicher kommt es aber auf das Maß an. Was ich nicht mag: Die vielen überschärften und übersättigten Fotos. Auch ein No-Go: Colorkey.
Von 50.faces | 06.02.12 20:37
Geschrieben am 06.02.12 20:37
Pro
Ich bin der Meinung Bildbearbeitung in Maßen ist ok.Aber wenn man das Ausgangsmaterial soweit verändert das es nichts mehr mit dem Original zu tun hat dann ist es nicht gut finde ich.Wenn man also soweit bearbeitet, weil man nicht direkt gut fotografiert hat dann ist es ein Contragrund.Wenn man aber das bearbeiten als künstlerischen Aspekt sieht (HDR,Colorkey oder bei der Beautyfotografie auch kaum wegzudenken) ist es ein sehr gutes Pro.Also mein Fazit:Aus künstlerischen Gründen ist bearbeitung gut,aber aus Gründen weil man das Bild direkt bei der Herstellung bereits vergeigt hat und dann ausbessert bis es ein gutes wird dann ist es nicht gut.
Von ISOJuggler | 06.02.12 20:47
Geschrieben am 06.02.12 20:47
Heute heißt es Bearbeitung früher Dunkelkammer was soll's.
Von Daniel Mercier | 06.02.12 20:52
Geschrieben am 06.02.12 20:52
Pro UND Kontra
Pro: Einerseits macht es sehr viel Spaß Bilder so zu gestalten wie man will, so zu sagen seiner Fantasie freien Lauf zu lassen andererseits:
Kontra: Kann man sich wirklich noch "Professioneller" Fotograf nennen wenn man die Bilder nicht mehr "professionell" ohne Bildbearbeitung hin bekommt? Ich finde wenn man zu viel Hilfe eines Programmes braucht sollte man doch eher zum Grafiker werden, anstatt zum Fotografen.
Von SK Tierfoto | 06.02.12 20:52
Geschrieben am 06.02.12 20:52
In den Zeiten der Dunkelkammer wählte man unter
verschiedenen Filmen, verschiedenen Empfindlichkeiten,
verschiednen Entwicklern, unterschiedlichen Papiergradationen,
man beeinflusste durch Abwedeln oder Nachbelichten,
man dunkelte die Ränder ab oder hellte sie auf, man
retuschierte, ...
kurzum, man nahm versuchte Einfluss zu nehmen
auf das Photo, um die Bildaussage im Sinne einer
bestimmten Intention zu verstärken.
Heute macht man das größtenteils nicht mehr bzw.
immer noch mit anderen Mitteln.
Mit anderen Worten: falsche Fragestellung !
Man kann doch nicht ernsthaft gegen die
Bearbeitung von Photos sein.
Von Alfons Gellweiler | 06.02.12 21:29
Geschrieben am 06.02.12 21:29
Pro
Entscheidend ist das Ergebnis. Flaue Bilder sind langweilig. Und wenn der Blick an einem unwichtigen Element im Bild hängen bleiben würde, fliegt das raus.....! *g*
Man kann Stimmungen erzeugen und so vieles mehr. Das wurde früher ja auch in der Dunkelkammer gemacht.
Außerdem bin ich ein großer Fan von guten Composings!
LG Ilona
Von Anoli | 06.02.12 21:33
Geschrieben am 06.02.12 21:33
Pro
Ich sehe die digitale Nachbearbeitung als eigenständige Kunstform, ohne die mir Fotografie keinen wirklichen Spaß macht.
Natürlich bügle ich damit Fehler so gut wie möglich aus, doch meist geht es mir darum eine Idee optimal zu verwirklichen. Diese Ideen sind ohne Bearbeitung einfach nicht möglich.
Manchmal verfremde ich sehr stark, manchmal erstelle ich "nur" ein monochromes Bild - mein Ziel ist dabei immer meinem eigenen künstlerischen Anspruch gerecht zu werden.
Ein gutes Equipment erledigt einen Teil, das Können oder die Übung einen weiteren, doch ohne Software bleiben viele künstlerische Aspekte auf der Strecke.
Ich verwende nicht nur ein, sondern zig Programme, die mir die Möglichkeiten liefern "mein" angestrebtes Ergebnis zu erstellen.
Für mich stellt sich nicht die Frage, ob ein Bild gut ist weil unbearbeitet oder schlecht weil bearbeitet...für mich zählt ausschließlich die Wirkung, die ein Foto auf mich beim Betrachten hat.
Abgesehen davon : wenn selbst die hochdotiertesten Fotografen der Welt an ihren Models herumdoktoren (auf dem Bild natürlich) kann ich als Fotolaie erst recht nur froh darüber sein, dass man auch als Rookie die Möglichkeit hat seine Fotos zu verbessern - was auch immer der/die einzelne darunter versteht.
Von AdiDu | 06.02.12 21:36
Geschrieben am 06.02.12 21:36
kurz und knapp: PRO
Von -anDREas- | 06.02.12 21:38
Geschrieben am 06.02.12 21:38
Contra
was ein gutes Bild ausmacht entscheidet sich VOR dem
Druck auf den Auslöser...hier ist der Fotograf als solcher gefragt...
seine Befindlichkeit
sein Blick
seine Reaktion
seine Erfahrung usw.
was hinterher passiert ist ein Ausprobieren käuflicher
Effekte und wird momentan total überbewertet...
Von Toni Toth | 06.02.12 21:45
Geschrieben am 06.02.12 21:45
Pro
tja Alfons :-) wenn man nicht weiß wie eine Digitalkamera funktioniert ( nicht Du ) , dann stellt man solche fragen.
grHS
Von HorstS | 06.02.12 21:52
Geschrieben am 06.02.12 21:52
Pro
natürlich kann man durch Nachbearbeiten aus einem Sch.. bild kein Superfoto machen,aber durch moderate
Nachbearbeitung kommt man seinem eigenen Idealbild
näher,selbstverständlich ohne das Bild komplett zu verfälschen sonst könnte ich besser gleich malen :-).
Von Ralf Buse | 06.02.12 22:07
Geschrieben am 06.02.12 22:07
Pro: Jede Digitalkamera bearbeitet das Bild schon in der Kamera!!! Daher gibt es überhaupt kein unbearbeitetes Digitalbild! Je nach Kameramodell und Brieftasche fällt dieses Bild besser oder schlechter aus. Hochwertige Kameras rechnen das Bildrauschen in hohen ISO-Bereichen schon heraus, geben Schärfe (Canon) oder Farbe (Nikon) zu ! Selbst RAW-Daten sind Kameraintern "berechnet", so daß die Rohdaten in den jeweiligen RAW-Converter Programmen geöffnet werden können! Hat man z.B. in der Kamera die Schärfe verstärkt und die Sättigung hochgefahren lädt der RAW-Converter die Rohdaten wie gewünscht hoch!
Jeder Fotograf, der behauptet er würde seine Bilder ohne Nachbearbeitung in die Fotocommunity stellen wird wohl kaum eine gute Beurteilung bekommen, weil ein berfekt belichtetes Foto mit vollem Dynamikumfang in der digitalen Fotografie garnicht existiert!
Von Reiner M | 06.02.12 22:16
Geschrieben am 06.02.12 22:16
@Reiner M.
es gibt aber auch noch Analogfotografen...nur so nebenbei :-)
Von Toni Toth | 06.02.12 22:20
Geschrieben am 06.02.12 22:20
Da eins meiner Lieblingsthemen Architektur bei Nacht ist und daher viel mit Belichtungsreihen arbeite kommt man so ganz ohne Nachbearbeitung nicht aus. ein weiteres Thema ist bei mir das Lichtwandern, Lightpainting und neuerdings versuche ich mich auch an LAPP. Hier ist Bearbeitung nicht erwünscht. Ich sehe es daher mal so: So wenig wie möglich, so viel wie nötig. Alles was man während der Aufnahme richtig macht und sauber arbeitet muß man nachher nicht am PC machen. Spart zudem Zeit ;-)
Gruß Uli
Von UB Photography | 06.02.12 22:39
Geschrieben am 06.02.12 22:39
Ich glaube, dass jeder das Recht hat, das Bild zu "machen" (entwickeln) welches er sich wünscht! (ICH sehe mich auch nicht ausschließlich als Fotograf.)
Und keiner sollte so tun, als wäre "früher" nicht auch `abgewedelt´ und `nachbelichtet´ worden, da wurde der Film bei der Entwicklung "gequält", es wurde mit diversen Papieren gearbeitet, etc.pp... :-D
ICH habe mir auch keine "Reprokamera" gekauft sondern eine Fotokamera - ich will Bilder machen!
Von Chr. Lindemann | 06.02.12 22:45
Geschrieben am 06.02.12 22:45
Fotografie ist immer Illusion und Bearbeitung !
Das fängt schon mit der Auswahl von Kamera
und Objektiv an und setzt sich dann fort mit der
Nachbearbeitung am Computer ! Die Frage ist
nicht ob, sondern wieviel Bearbeitung wir dann
an der Aufnahme zulassen ! Bearbeitet wird al-
so immer - somit bearbeitet auch der Purist ! ;-)
In diesem Sinne wünsche ich frohes Schaffen !
Von Rolf Pahnhenrich | 06.02.12 22:50
Geschrieben am 06.02.12 22:50
PRO- denn da liegt das Geld drinnen und es macht so viel Spass. Mir gefallen die meisten bildern die BEA sind und daraus lernt man auch. Deshalb mache ich ja immer noch mit,bei der FC. gruss Sonja
Von Sonja Grunbauer | 06.02.12 22:57
Geschrieben am 06.02.12 22:57
kontra
warum soll gerade bei portraits ein pickel weggestempelt werden?Er ist nun mal da und das Portrait soll ja den Menschen zeigen,wie er real aussieht.Wenn die haut glänzt,dann glänzt sie eben.Ich halte nichts von virtuellen Schwindeleien.
Von Georg Mueller | 06.02.12 23:03
Geschrieben am 06.02.12 23:03
Pro:
Akzente setzen gehört dazu und war früher auch nicht unüblich - heute nur einfacher und direkter machbar.
Von Austrian Art | 06.02.12 23:13
Geschrieben am 06.02.12 23:13
Pro
- wenn es dazu gedacht ist, technische Fehler im Bild auszugleichen oder auch mal einen Pickel verschwinden zu lassen. So ist es auch seit Jahrzehnten in den Dunkelkammern dieser Welt gemacht worden.
Kontra
- auf jeden Fall dann, wenn Realität vorgegaukelt werden soll, die so nicht möglich ist. Gerade in Werbefotografie oder auf Titelbildern von Magazinen wird dies in einem Übermaß genutzt und zeigt ein unwirkliches Idealbild, welchem viele Menschen nacheifern.
Pro
- als künstlerisches Mittel, wie in den Bildern von Pavel Kaplun.
Von Rhenanus | 07.02.12 02:34
Geschrieben am 07.02.12 02:34
Pro
Weil die Kamera einfach nicht immer das beste Ergebnis liefert.
Wenn man das Original verändert ( Stempeln , gewollte Farbveränderungen , Bilder mischt usw.) dann sollte es klar erkennbar sein oder vermerkt sein damit der Betrachter keiner Täuschung unterliegt.
Von Eifelpixel | 07.02.12 06:39
Geschrieben am 07.02.12 06:39
Mensch - da waren ja richtig tolle Ansichten dabei ;-)
Für mich -pro- solange mit offenen Karten gespielt wird. Niemand muss sich schämen, wenn er Hilfsmittel in Anspruch nimmt. Die Grenze ist für mich erreicht, wenn der Betrachter bewusst getäuscht oder belogen wird.
Von Just my pix | 07.02.12 07:37
Geschrieben am 07.02.12 07:37
Kontra
wenn das Bild dabei zerlegt (abmaskiert) wird. Die Regler, die im Setup der Kamera für das Bild eingestellt werden können sind für mich keine Bildbearbeitung. Ein Bild im Raw zu "entwickeln" ist ok, das partielle Bearbeiten geht für mich in Richung Kunst, nicht mehr Fotografie.
Von SailingFun | 07.02.12 07:57
Geschrieben am 07.02.12 07:57
pro
Die Bildbearbeitung in der digitalen Fotographie ist heute das, was früher zumindest teilweise in der Dunkelkammer beim Entwickeln passierte. Insbesondere gilt das für Fotos die im RAW- Format aufgenommen wurden. (Man spricht ja auch von Digitaler Dunkelkammer.) Bildbearbeitung ist die bewußte Pointierung der Bildaussage mit gestalterischen Mitteln! Das heißt aber auch, dass Bildbearbeitung sich nicht auf routinemäßige Erhöhung des Kontrastes, der Sättigung ect. beschränken darf. Knallige Farben, sterile, saubergeputzte, messerscharfe Flächen, können ein Bild auch sehr flach, steril erscheinen lassen und die Aussage und Atmosphäre zerstören.
Daneben kann man interessante Verfremdungen / Überzeichnungen" (HDR ect.) erzielen, die natürlich keinen dokumentarischen Anspruch mehr haben - aber dass ist dann ja auch nicht gewollt.
Erwähnt sei auch noch die Möglichkeit der Fotomontage; eine sehr kreative Art der Bildbearbeitung.
Resumee: Bildbearbeitung ist ein absolutes Muss zur Unterstützung der Bildaussage und in diesem Sinne gezielt eingesetzt ein mächtiges Gestaltungsmittel in der Fotographie. (Man kann sein Bild aber auch kaputtbearbeiten)
Von eja | 07.02.12 08:12
Geschrieben am 07.02.12 08:12
Wer angibt, seine Bilder nicht zu bearbeiten, dürfte i.d. Regel nicht die Wahrheit sagen - was für einen Grund sollte es auch geben, ein 75%-Foto nicht in ein 100%iges Ergebnis zu verwandeln.
Selbst Studioaufnahmen, die unter erheblichem techn. Aufwand produziert werden, wandern samt und sonders auf einen PC und dort wird ergänzt, was fotografisch nicht oder nur unter noch größerem Aufwand zu erzielen wäre.
Diese Frage um pro und kontra entsteht höchstens dann, wenn man - wie in der FC hundertfach zu sehen ist - seine Bilder entweder totretuschiert oder derart "künstlerisch" verhunzt hat (Stichwort HDR), dass sie aussehen, als müssten sie einen Kreativwettbewerb von Farbenblinden gewinnen.
Bildbearbeitung ist nach meinem Dafürhalten ein properes Mittel, aus guten sehr gute Bilder zu machen und die Schwächen der Kamera ausgleichen zu können. Zudem bietet sie die Möglichkeit, Fotos in künstlerischem Sinn zu verfremden, wenn man weiß, was man tut.
Von kkm3105 | 07.02.12 08:18
Geschrieben am 07.02.12 08:18
PRO: Es ist schwer genug ein Foto so zu bearbeiten bis ich denke so sollte es aussehen.
Aber manchmal mag ich es auch die Regler bis zum "Anschlag" zu fahren.
Von j3rry | 07.02.12 08:20
Geschrieben am 07.02.12 08:20
contra: gerade bei streets kommt eine bearbeitung mit photoshop gar nicht in frage. außer vielleicht mal die kontraste anheben. schon gar nicht irgendwas wegstempeln. ein nogo...
Von einfachnurTom | 07.02.12 08:41
Geschrieben am 07.02.12 08:41
Da ich noch Anfänger bin, bearbeite ich nur minimal. Finde die bis zum Äußersten bearbeiteten Fotos nicht mehr schön. Wenn man es nicht beruflich macht...,sollte es minimalistisch bleiben. Perfekte Fotos mag ich eigentlich nicht so gern....Man kann den Fotografen dann auch schlecht einschätzen...
LG Smilla
Von frlsmilla | 07.02.12 08:56
Geschrieben am 07.02.12 08:56
PRO
Es sollte sich aber darauf beschränken zu korrigieren.
Von Dirk Wassiloff | 07.02.12 09:30
Geschrieben am 07.02.12 09:30
PRO: Allerdings gibt es für mich zwei Ausprägungen bei Bearbeiten von Fotos.
Das eine sind leichte Korrekturen um ein gutes Bild noch etwas schöner zu machen. Bei Portraits würde ich Pickel würde wegstempeln, einen kleinen Leberfleck aber zB nicht - keiner ist perfekt und die kleinen Makel sind in meinen Augen Ausdruck der Persönlichkeit. Das Spiel mit Tiefenschärfe sollte meiner Meinung aber fotografisch gelöst werden und nicht mit der Nachbearbeitung.
Das andere sind eindeutige Bearbeitungen als künstlerischer Ausdruck. Hier können Photoshop et al als Werkzeug dienen um extreme Kontraste, Farben, etc einzubauen um die Aussage eines Bildes zu stärken oder sogar zu verändern. Aus meiner Sicht sollte die Bearbeitung aber dann eindeutig erkennbar sein.
Von OlliKa | 07.02.12 09:32
Geschrieben am 07.02.12 09:32
KONTRA
Wir haben so sehr den Hang zur Perfektion, daß wir alles Natürliche als unvollkommen verdammen wollen.
Ich mag die Natürlichkeit, die Unvollkommenheit und sogar den Pickel auf der Nase. Ein solches Bild gefiele mir um Längen besser als die mit Gewalt auf makellos getrimmten Abbildungen (die ich schon fast nicht mehr Photographie nennen möchte)
Ja, auch ich bearbeite manchmal ein Bild, beschränke es aber zumeist auf ein Geraderücken (weil in der Hektik der schnell bewegten Motive die Kamera doch mal etwas verkippt wurde) oder das Beschneiden.
Von DDA | 07.02.12 09:32
Geschrieben am 07.02.12 09:32
Es geht doch nicht um Ja oder Nein, sondern um wie viel und durch wen.
Ich persönlich habe noch kein unbearbeitetes Bild gesehen.
Auch analoge Bilder werden druch den Entwicklungs- und Ausbelichtingsprozess bearbeitet.
Für mich persönlich bearbeite ich je nach Verwendungszweck.
- Wenn ich eine Erinnerung möchte fällt die Bearbeitung so aus, das das Bild meinem Einduck von der Szene möglichst nahe kommt.
- Wenn das Bild als Aussage gedacht ist kann bei der Bearbeitung auch bewusst übertrieben werden.
- Wenn ich im Auftrag arbeite werden die Bilder im Rahmen meines Geschmacks so bearbeitet wie der Kunde es wünscht.
Von Turrican | 07.02.12 09:37
Geschrieben am 07.02.12 09:37
Kontra
Ich möchte so viel wie möglich sehen können.
Von Jutta Elisabeth | 07.02.12 09:56
Geschrieben am 07.02.12 09:56
"PRO"
Bildbearbeitung ist doch absolut nichts Neues. Vor dem digitalen Zeitalter haben wir doch schon in der Dunkelkammer nach Herzenslust herumgetrickst!
Gruß Horus
Von Horus | 07.02.12 10:03
Geschrieben am 07.02.12 10:03
PRO
Bearbeitung ist das heutige Äquivalent der Dunkelkammer.
In erster Linie zur Korrektur der durch die Technik verursachten Fehler (Farbstich, flaues Bild),
in zweiter als künstlerisches Mittel, als solches aber bitte deutlich erkennbar.
Von -rengo | 07.02.12 11:45
Geschrieben am 07.02.12 11:45
Pro / Kontra:
Ich finde, hier kommt es immer auf das Ziel des Fotos oder des Werkes an und wie weit ich etwas verändern darf.
Die erste Bildbearbeitung beginnt ja eigentlich schon in der Digitalkamera mit der Frage, wie wird die RAW-Version automatisch ins JPG umgewandelt. Wenn ich diesen Schritt manuell am Rechner gehe nehme ich noch mehr Einfluss auf Kontrast, Helligkeit usw.
In der Potraitretusche stellt sich die Frage, ob ich die Person so wiedergeben möchte wie ich sie aufgenommen habe, oder ob das Model nur als Grundlage für eine kreative Arbeit dient, wo ich mit Photoshop sämtliche Körperformen wild verändern kann.
Von Der Outdoor-Fotograf René | 07.02.12 11:49
Geschrieben am 07.02.12 11:49
Pro
Meine Meinung:
Es kommt ganz darauf an, was der Fotograf und Künstler dem Betrachter zeigen möchte. Bei mir zählt das Ergebnis und nicht die Entstehung. (Bei meinem Lieblingsgebäck interessiert mich auch nicht, wie es gebacken wurde). Klar, ich gebe mir bereits bei der Fotografie größtmögliche Mühe, aber der letzte Schliff am PC macht es immer noch etwas besser. Wenn ich ein Werbeplakat in der Öffentlichkeit zeige, interessiert es dem Publikum nicht wie es entstanden ist. Entweder es ist schön, interessant, ansprechend oder einfach nur schlecht. Da ist es völlig irrelevant, ob es gephotoshoppt wurde. Aber Vorsicht, die Bearbeitung sollte gekonnt und dezent erfolgen. übersättigte, übertriebene und unharmonische Farben vergraulen den Betrachter nur.
Von Sebastian Junker | 07.02.12 12:17
Geschrieben am 07.02.12 12:17
PRO
die bearbeitung gehört einfach dazu,der eine mag es mehr der andere weniger.
vg D.
Von D i e t e r W . | 07.02.12 13:19
Geschrieben am 07.02.12 13:19
Prontra!
Wenn RAW-Entwicklung schon einen tiefen Eingriff in Richtung Bildbearbeitung bedeutet, dann bin ich eindeutig dafür; ohne Eingriff Sättigung / Kontrast / Belichtung kommt bei mir kaum ein Foto aus. Gerne setze ich auch noch eine schöne Rahmung ein oder dergleichen. Ausserdem bearbeitet der RAW-Konverter das Bild ja schließlich auch schon. Wenn ich allerdings nun los ziehe und einfach alle gestalterischen Konzepte außer acht lasse, weil ich die ja noch am Rechner erledigen kann, führt das eindeutig zu weit.
Just Wolly's 2¢
Von Michael Wollschläger | 07.02.12 13:26
Geschrieben am 07.02.12 13:26
Pro
Richtig gute Fotografen mögen tolle Ergebnisse auch gänzlich ohne Bearbeitung erzielen können. Schärfen und Tonwerte anpassen gehören aber bestimmt auch bei den Profis mit dazu.
Für mich persönlich geht es kaum ohne Bearbeitung, weil ich vorher oft schon genau weiß, wie mein Bild aussehen soll und dazu brauche ich nunmal Photoshop. Wie viel jeder macht, soll er selber entscheiden. Bei Portaits wärs aber schön, wenn nicht immer so viel kaputt retouchiert würde... mir stellen sich die Nackenhaare auf, wenn ich Tutorials für Hautretouchen sehe, die den Gauschen Weichzeichner verwenden *grusel
Fazit: Alles mit Geschmack und Spucke, dann wirds auch was mit nem schicken Bild das nicht aussieht als hätte nen 3-jähriger in den Photoshop Farbtopf gegriffen.
Von lucie-art | 07.02.12 14:28
Geschrieben am 07.02.12 14:28
Pro
Wieso sollte man nicht alle Möglichkeiten nutzen die einem zur Verfügung stehen.
Außerdem finde ich, das ein Foto dann richtig gut bearbeitet ist, wenn es nicht mehr auffällt, das man etwas gemacht hat und der erste Betrachtungsgedanke ein "wow" oder "schööön" ist...
vlg
Steve
Von alcadar | 07.02.12 15:42
Geschrieben am 07.02.12 15:42
PRO
Frauen schminken sich auch um etwas besser auszusehen:-) Außerdem die Digitale-Fotografie erfordert so gut wie immer eine Bearbeitung.
Von Picador | 07.02.12 15:48
Geschrieben am 07.02.12 15:48
Aus einem schlechten Foto kann man in fast allen Fällen mit einer BEA auch kein gutes Foto machen.
Störende Bildteile zu entfernen ist eigentlich legitim, und im Rechner das Foto neu schneiden ist doch eine Sache, die früher beim Abzug in der Dunkelkammer auch gemacht wurde. Es wurde ebenso abgewedelt, nachbelichtet usw. - ist doch im Grunde nichts Neues.
Nur hat sich die Palette der Bea-Möglichkeiten mittlerweile verselbstständigt und ist für viele Fotografen ein Muss.
Ich meine nur, dann sollte der Bildautor dies auch ganz klar zum Ausdruck bringen und nicht rumeiern:
"nein ich habe nicht gesättigt usw." - wobei der geneigte Betrachter ob der Farbintensität fast einen Netzhautschaden davonträgt.
Also alle mal ehrlicher sein !
Von Gernot Disselhoff | 07.02.12 15:52
Geschrieben am 07.02.12 15:52
Pro.....
aber vermutlich gibt es hier keine reine Lehre. Und dieses Thema wird immer Befürworter und Gegner haben. Aber, wer die Bildbearbeitung völlig verdammt müsste Konseqenterweise auch die Abstarkte Malerei oder den Impressionismus etc. als Wiedergabe eines Objektes ablehnen. Das will, so glaube ich, keiner. M.E. sollte jeder für sich entscheiden können und sollen, wie weit er mit seiner Bearbeitung geht. Es gibt da in jeder Sektion der FC gute und schlechte Beispiele. Ich selber bin da bei meinen Fotos auch immer zwischen "so lassen" und "bearbeiten" unterwegs. Es muß sich da auch kein FC'ler was vorschreiben lassen. Wem bestimmte Bilder nicht gefallen, der braucht Sie sich nich anzuschauen. Jedenfalls halte ich es so. Im Gegenteil, finde ich diese gebündelte Kreativität in der FC immer wieder inspirierend (die Anmerkungen lasse ich da mal aus ;-). Ich kann auch wenig mit solchen Argumenten anfangen...mann überlegt nicht mehr, wenn man alles im nachhinein verändern kann. Ich fotografiere (noch) digital und mache mir bei vielen Fotos schon vorher Gedanken über das spätere Bild. Manchmal (Natur, Street.......) muss man aber einfach draufhalten. Wenn dann ein schlechtes Foto raus kommt, wird durch Bearbeitung nicht unbedingt ein besseres daraus.
Also in Adapption zum alten Fritz.....jeder nach seiner Faccon...;-). Und immer die Ruhe bewarhen
Von Frank Unger | 07.02.12 15:55
Geschrieben am 07.02.12 15:55
Pro:
weil ernsthaftes Fotografieren in digital es notwändig macht.
Dunkelkammer gibt es keine, also ein Muss.
Nur schon bei den Tonwerten und der Schärfe beginnend.
Von G D | 07.02.12 15:59
Geschrieben am 07.02.12 15:59
Gerade für Anfänger wie mich ist doch die professionelle Bildbearbeitung ein Segen!
Wir üben solange an Isozahlen und Blendwerten, bis akzeptable Bilder dabei herauskommen und zwischenzeitlich sind wir auf die mittlerweile alltäglich gewordenen Hilfen der Perfektion angewiesen.
Wer excellente Bilder schiesst, braucht später auch kaum noch die Schönheitsretouche in Photoshop und Co. KG.
Von Alexa2110 | 07.02.12 16:57
Geschrieben am 07.02.12 16:57
Bei dieser Frage wird ja nach dem pro und contra zur Bildbearbeitung gefragt. Wenn es sich um Fotos handelt, die zum Beispiel für Gutachten verwendet werden sollen, ist natürlich eine Bildbearbeitung absolut fehl am Platz.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Leute die selbst nicht so gut in der Bildbearbeitung sind, oft genug sagen, dass Bildbearbeitung absolut tabu ist.
Ich sehe das ganze etwas anders. Durch Bildbearbeitung können Fotos entstehen, die vorher in der analogen Technik nicht möglich waren. Ich denke da zum Beispiel an das HDR-Verfahren.
Für mich zählt die Bildbearbeitung nach der Fotografie genauso zu einem kreativen Vorgang wie das Fotografieren selbst. Daher gehört für mich Bildbearbeitung in der kreativen Fotografie absolut dazu. Da ich persönlich finde, dass Kreativität keine Grenzen kennen sollte, sollte auch der Bildbearbeitung keine Grenze gesetzt werden. Aber, wie schon gesagt das ist nur meine persönliche Meinung.
LG Falko
Von Falko Sieker | 07.02.12 17:31
Geschrieben am 07.02.12 17:31
Pro....
Schon in meiner analogen Dunkelkammer habe ich abgewedelt und nachbelichtet und mit unterschiedlichsten Gradationen gearbeitet!
Digital eben mit der digitalen Dunkelkammer!
Von Jörg Klüber | 07.02.12 17:58
Geschrieben am 07.02.12 17:58
Pro:
Schon deswegen um die Unzulänglichkeiten diverser "Aufnahmegeräte" auszubügeln.
Wenn beispielsweise das Rauschen erst bei einem Kamerapreis >3000 erfolgreich niedrig gehalten werden kann, dann ist man dankbar über jeden Programmalgorithmus der es einem erlaubt dies nachträglich zu eliminieren.
Kenne übrigens keine interne (noch so ausgeklügelte) Kamerasoftware die einem PC Bildbearbeitungsprogramm das Wasser reichen kann.
Zu analogen Zeiten war Aufwand der (nennen wir es mal ) Bildoptimierung, erheblich aufwendiger.
Den Segen der nachträglichen Bea möchte ich persönlich nicht mehr missen. Farben, Tonwerte, Kontraste, Schärfe und und und , man hat es damit in der Hand aus einem null-acht-fünfzehn Bild doch noch was zu zaubern.
Von Klaus Blum | 07.02.12 18:01
Geschrieben am 07.02.12 18:01
PRO:
Ich nehme einfach die Forderungen der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen als Prämisse, und da steht erlaubt und nicht erlaubt eindeutig formuliert:
"moderate Anpassungen von Kontrast, Tonwerten, Gradation, Weißabgleich, Farbe und
Sättigung
moderater Einsatz von Tiefen/Lichter, Abwedeln/Nachbelichten und Einsatz digitaler Grauverlauffilter
Entfernen von Sensorflecken, minimale Reinigungsarbeiten, wenn sie die Bildaussage nicht
verändern
Beschnitt längste Seite des Bildes muss nicht interpoliert mindestens 3000 Pixel betragen
moderates (selektives) Schärfen und (selektives) Entrauschen
HDR-Aufnahmen, zusammengesetzte Panoramen und Bilder mit Schärfentiefenerweiterung
(Focus-Stacking) sowie Mehrfachbelichtungen (für all diese Techniken gilt, dass die
Aufnahmen am gleichen Ort und zu annähernd gleicher Zeit gemacht wurden)
Entfernen von chromatischen Abberationen und Vignettierungen sowie Verzeichniskorrekturen
Schwarz-Weiß- und Infrarot-Umsetzungen (inkl. Filterung und Tonung)
NICHT ERLAUBT sind im Rahmen der digitalen Bildbearbeitung:
Hinzufügen oder Entfernen von Bildelementen (z.B. Tiere, Pflanzen, Menschen, Zivilisationselemente
oder Teile von diesen), digitale Collagen" Zitat der GDT.
desweiteren ist normal, und unnötig zu erwähnen, professionell wird digital im RAW Format aufgenommen, eine weitere Bearbeitung also unumgänglich. Eine schlechte Aufnahme bleibt auch mit nachträglicher BEA eine solche, und dies besonders in der Naturfotografie.
Von Heidenauer | 07.02.12 20:04
Geschrieben am 07.02.12 20:04
Pro und contra all denen, die aus diesem Thema wieder mal einen Glaubenskrieg machen!
Von Marcell Waltzer | 07.02.12 20:27
Geschrieben am 07.02.12 20:27
pro! aber nur für leichte Retusche, Schärfe usw.
kleine Spielerreien Montagen Collagen
contra! wie HDR und Consorten, übermäßiges verschönern oder verjüngen von Modells
Gruß JürgenN
Von Jürgen N. Neumann | 07.02.12 20:36
Geschrieben am 07.02.12 20:36
"Pro". Fotografen haben zu allen Zeiten die technischen Möglichkeiten genutzt, die ihnen zu Gebote standen. Was ist es anderes als eine Bildbearbeitung, wenn man ein (Film-)Negativ in einen Vergrößerungsapparat legt und daraus ein Papierpositiv belichtet? Bei diesem Prozess wurde und wird retuschiert, Bildteile "abgewedelt" oder nachbelichtet, Kontrastoptimierungen vorgenommen, perspektivische Verzeichnungen korrigiert usw. Alles das (und noch viel mehr) kann natürlich auch digital erfolgen.
Ich kann hier keinen wesentlichen Unterschied sehen.
Für beide Techniken gilt nach meiner Meinung nur eine Prämisse: Das Ergebnis zählt. Auf welchen Wege ein Künstler zu einer Aussage, zu einem ästhetischen Werk kommt, ist nicht wichtig, weil das Kunstwerk nicht in der Kamera oder im Labor oder im Bildverarbeitungsprogramm entsteht, sondern im Kopf des Künstlers. Welche handwerklichen Werkzeuge er benutzt, um seine Intention umzusetzen, ist völlig ihm überlassen.
Dass bei jeder neuen Technik Moden entstehen, die aus der bedingungslosen unreflektierten Anwendung dieser resultieren, ist natürlich ebenso zu beobachten. Man denke nur an die Modewellen Solarisation oder Lumographie (auch wenn diese nicht aus einer neuen Technik resultierte). Heute findet man HDR-Photographie oder Vintage-Effekte und vieles mehr. Diese Moden richten sich nicht am Ergebnis aus, sondern an den verwendeten Hilfsmitteln. Aber auch hierbei sind bemerkenswerte Kunstwerke entstanden, nämlich genau dann, wenn diese Mittel adäquat eingesetzt wurden, wenn sie im Dienst der Bildaussage oder der Bildgestaltung standen.
Deshalb sollten wir die gebotenen technischen Möglichkeiten weder verteufeln noch anbeten sondern nutzen. Sie erweitern die Möglichkeiten, und führen, sinnvoll eingesetzt, zu neuen Ästhetiken und Einsichten.
Von Helix55 | 07.02.12 21:12
Geschrieben am 07.02.12 21:12
"Pro"... irgendwie muss ja das Gefühl mit übertragen werden ... Und ab und an macht das eben die Bearbeitung.
Von Matthew Pine | 07.02.12 21:40
Geschrieben am 07.02.12 21:40
Pro - ist eigentlich schon alles gesagt - für mich gehört es ebenso in die gestalterische Freiheit, wie bei vielen anderen kreativen Beschäftigungen. Das Ausmaß muss jeder für sich selbst entscheiden - persönlich nutze ich die Bildbearbeitung eher sparsam - HG an d. Red. linsenkieker
Von linsenkieker | 07.02.12 21:43
Geschrieben am 07.02.12 21:43
PRO:
In der heutigen digitalen Zeit ist die Bildbearbeitung ein großer Vorteil. Ich benutze die nachträgliche Bearbeitung, um eventuelle Bildschnitte zu verbessern, Farben heraus zu arbeiten, störende Elemente zu entfernen. Für mich ist die BEA so selbstverständlich, wie das Speichern der Bilder auf SD-Karte!!!
Mir gefällt es aber auch, wenn ich immer wieder Bilder sehe, oder selbst aufnehme, die ohne Bearbeitung gezeigt werden. Hier möchte ich [fc-user:535515] erwähnen, seine Bilder gefallen wir immer mal wieder...
Hier ein sehr zutreffendes Zitat aus seinem Profil: "Digital fotografieren ist wie--eine EMail schicken
Analog fotografieren ist wie-einen Brief schreiben"
Ich schreibe Email's, SMS, oder verschicke Postkarten! ;-)
Von MaSaLu | 07.02.12 21:47
Geschrieben am 07.02.12 21:47
PRO
Eine Dunkelkammer gehört einfach zur Fotografie, früher wie heute, das wird ja wohl kaum einer bestreiten mögen. Und da die Fotografie heute digital ist, ist natürlich auch die "Dunkelkammer" digital geworden. Wäre ja noch schöner, wenn man die "automatisierte Dunkelkammer" der Kamera (soll heißen: die voreingestellten Entwicklungsparameter) einfach übernehmen würde und sich so von der Industrie gängeln ließe und vorgeschrieben bekäme, wie die Aufnahme auszusehen hat. Denn bearbeitet werden die Bilder auf jeden Fall, es fragt sich halt ob man die Standard-Einstellungen der Kamera immer übernehmen will oder ob man auch eigene Vorstellungen in seinen Bildern verwirklichen will...
Von Richard F. K. | 07.02.12 21:49
Geschrieben am 07.02.12 21:49
Wenn mir heute einer aus der FC erzählt das er seine Bilder gar nicht bearbeitet, würde ich behaupten er lügt!
Und wenn er tatsächlich die Wahrheit sagt sollte er vielleicht drüber nachdenken, ob seine Werke nicht besser werden wenn er sich die Mühe macht z.B. Photoshop zu erlernen...zugegebener Maßen kostet das natürlich viel Zeit...finde aber das es sich lohnt! ;-)
Von Foto-Graefin | 07.02.12 22:08
Geschrieben am 07.02.12 22:08
PRO
Weil sonst aus dem RAW kein vernünftiges Bild wird.
Schon die RAW-Entwicklung ist Bildbearbeitung.
Beim JPEG macht's die Kamera, aber Bildbearbeitung ist es in meinen Augen auch..
Geht also wohl garnicht ohne..
Von Manfred Bartels | 07.02.12 23:57
Geschrieben am 07.02.12 23:57
PRO
eine kleine Retusche ist bei der Portraitfotografie aus meiner Sicht unverzichtbar, nur wenn die Haut aussieht wie Porzellan, dann war es m.E. zuviel. Selbst mein Vater hat zu analogen Zeiten retuschiert... mit Pinsel und ähnlichen Werkzeugen.
Bei der Landschaftsfotografie mache ich so wenig wie möglich... allerdings nimmt ja selbst der raw-Konverter schon eine Bearbeitung vor.
Und auch früher schon hat man Bilder beschnitten oder ausschnittvergrößert... auch eine Art der Bearbeitung.
Ich will es mal so ausdrücken: So wenig wie möglich, so viel wie nötig!
Von R.Fritzsche | 08.02.12 02:43
Geschrieben am 08.02.12 02:43
UNFUG
Ist hier die automatische Bildbearbeitung in der Kamera gemeint, oder der nachträgliche, korrigierende Eingriff des Fotografen? Glaubt in 2012 tatsächlich noch jemand, dass die Pixel auf der Speicherkarte irgend etwas mit Realität zu tun haben? Das menschliche Auge ist mit dem Kameraobjektiv bestenfalls entfernt verwand, und soweit mir bekannt ist, haben Kamerachips keine Gefühle. Warum hat denn der Fotograf auf den Auslöser gedrückt? Was will er festhalten? Nur darum geht es bei der Fotografie. Die Frage nach dem Pro und Kontra der Bildbearbeitung ist schlicht unfug und liegt auf dem Erkenntnisniveau eines Laborpraktikenten, der gerade eben entdeckt hat, dass man störende Details auf der Ausbelichtung auch einfach abwedeln kann ...
Von |RAW| | 08.02.12 08:13
Geschrieben am 08.02.12 08:13
bin einverstanden) es macht wirklich Spass Fotos zu bearbeiten, aber wie mein lieber hahaped.com sagt, man muss doch in allem masszuhalten )))
Von codycoffin | 08.02.12 11:10
Geschrieben am 08.02.12 11:10
"Pro" Ich bearbeite jedes Foto und bringe damit eine eigene Vorstellung des Dargestellten ein.
Von Michael Wolf2 | 08.02.12 11:52
Geschrieben am 08.02.12 11:52
Pro - aber in Maßen! Kontrast und Sättigung wenn der Chip es nicht gebacken bekommt oder das Licht zu schlecht ist. Hautretusche nur dezent (Pickel, Augenränder, fettig glänzende Stellen, etc.) Falten auch nur dezent. Beschnitt und Ausschnittvergrößerungen wurden schon seit eh und je gemacht.
Von corleonenero | 08.02.12 11:57
Geschrieben am 08.02.12 11:57
Bin auf jeden Fall für die Bildbearbeitung. Ich weiß ja nicht wie es mit Euch ist, aber ich muss in Sachen Fotostudio immer ein wenig tricksen. Sprich ich habe halt nicht diese super teuren Studioleuchten, die das Model immer perfekt ausleuchten. Ich nutze einfache Baustrahler mit einem Diffusor vor. Diese haben in mancher Hinsicht Nachteile, die ich dann hinterher mit Photoshop nachbessern muss. Zudem bin ich der gleichen Meinung wie corleonenero. An Fotos gibt es immer Kleinigkeiten die einen stören, wobei meist das Model bei mir den Wunsch äußert "mach mir doch bitte die Pickel weg" oder dergleichen. Das geht eben nur mit Photoshop. Habe auf meinen Blog ein kleines Tutorial gemacht, in dem ich beschreibe was ich so mit Photoshop mache. Wie man sieht nicht sehr viel, klar man kann Augenringe retuschieren als viel ansehen, nur muss man dabei bedenken, dass der Fotograf dagegen nichts tun kann. Er kann ja nichts dafür wenn das Model unausgeschlafen ist.
http://gre-shake.com/portaitretusche-mit-photoshop/
Von Christian Greshake | 08.02.12 14:59
Geschrieben am 08.02.12 14:59
Pro
Ich fotografiere in RAW und entwickle lieber selbst statt es den vorgefertigten Algorithmen in der Kamera zu überlassen. Seit beginn der fotografie wird bearbeitet, nur mi anderen mitteln, wie man da behaupten kann, es habe nichts mit Fotografie zu tun, erschließt sich mir nicht. Wenn es nicht um dokumentarische Bilder geht, zählt das Ergebnis, nicht nicht die Mittel es zu erreichen.
Von T h o m a s Clemens | 08.02.12 16:02
Geschrieben am 08.02.12 16:02
Das beste Talent im Bearbeiten nützt dem Fotografierenden nichts, wenn er kein Auge für Motive und keine Ahnung von der Komposition eines guten Bildes hat.
Die Bearbeitung gab es schon immer auf ihre Art, die sich freilich über die Jahre geändert hat und sie setzt nach wie vor dem Ganzen das "Sahnehäubchen" auf!
Von Dieter Weck | 08.02.12 16:39
Geschrieben am 08.02.12 16:39
[Contra und Pro] Das ist eine Frage, die ich mir in letzter Zeit auch ganz häufig stelle. Als ambitionierter Hobbyfotograf habe ich natürlich den Anspruch, meine Bilder so zu machen, dass sie ohne nachträgliche Bearbeitung am PC auskommen. Das Argument "In der Kamera wird aber auch schon bearbeitet!" zählt für mich nicht wirklich, denn meine Canon schraubt nicht die Kontraste hoch oder entfernt Bildelemente. Vielleicht tun eure Kameras das ja, aber es würde mich wundern. Seit kurzem interessiere ich mich aber auch für HDR, was ja eine offensichtliche Nachbearbeitung ist. Daher bin ich da in einem Zwiespalt: Auf der einen Seite habe ich den Anspruch, gute Bilder zu machen, die ich nicht nachträglich aufhübschen muss. Auf der anderen Seite bietet die Bearbeitung aber auch Möglichkeiten, die für tolle Effekte sorgt. Daher habe ich mein Gewissen damit beruhigt, dass ich nur so bearbeite, dass man es hinterher auch einwandfrei als Veränderung erkennen kann. Ansonsten sind meine Bilder alle unbearbeitet.
Von Till Holland | 08.02.12 17:49
Geschrieben am 08.02.12 17:49
Pro
Dis Frage klingt für mich so, als würde man fragen, ob abstrakte Malerei denn auch etwas mit Malerei zu tun hat. Selbstverständlich ist Bildbearbeitung Teil des künstlerischen Entstehungsprozesses und das Produkt - das fertige Bild - idealerweise genau das, was der Erschaffer zeigen will. Ob das Foto durch (eventuell extreme) Nachbearbeitung weit weg von der "Realität" ist oder nicht, steht dabei nicht zur Debatte.
Kontra
Ein langweiliges Foto kann vielleicht effektvoll werden durch nette Bildbearbeitung. Am Ende wird es vermutlich ein langweiliges Foto bleiben. Wer mit seinen Bildern etwas ausdrücken möchte, der sollte sich Gedanken darüber machen, was er wie ablichtet und die Technik ausreichend beherrschen. Im Vordergrund muss immer die Idee des Fotografen stehen, nicht der Algorithmus eines findigen Programmierers. Wenn das Ziel nur durch Nachbearbeitung erreicht wird, dann ist das Ziel zumeist verfehlt.
Von photo phreek | 08.02.12 18:34
Geschrieben am 08.02.12 18:34
Kontra
Allerdings muß man differenzieren. Ich retuschiere zum Beispiel auch schon mal eine Elektroleitung, die über einem blühenden Rapsfeld hinweg führt oder einen Lichtmasten oder mache eine automatische Farbkorrektur. Aber Vieles kann man doch schon bei der Motivsuche beeinflussen.Manche Fotos hier in der fc sehen doch farblich wirklich nicht mehr wie ein reales Foto, sondern eher wie eine Malerei aus.So unreal sind die Farben.Auch Bearbeitungsprogramm wie Shift sind Geschmackssache. Ich habe mal ein Foto mit einem Zylinder, der nach hinten weggesackt ist, geshift- am Ende stand er gerade, war aber nach unten zu verjüngt.Das ist eben meine Meinung,
Lg von Pollensa07
Von Pollensa07 | 08.02.12 22:18
Geschrieben am 08.02.12 22:18
Was ist denn ein "reales Foto" :-)))
Ich wünsche mir, dass sich alle Kontra-Kommentatoren nicht mehr "Fotografen" nennen, sondern "Fotoautomaten" oder einfach "Knipser". Die Pro-Aber-Kommentatoren sind dann "Knipser-Anwerter", da die japanischen Ingenieure deren sogenannte "erlaubte Korrekturen" in spätestens 3 Jahren auch in den Kamerchip intergriert haben werden.
Von |RAW| | 09.02.12 07:56
Geschrieben am 09.02.12 07:56
Pro
viele meiner Bilder wären ohne die Bearbeitung überhaupt nicht möglich- und das hat nichts damit zu tun, ob das Grundfoto schlecht war. Dabei geht es darum, ein Ergebnis zu erzielen, etwas so darzustellen wie man es gerne hätte. Es geht um kreativen Umgang und nicht um
darum Fotos aufzuhübschen!
lg Rolf
Von Rolf Kurtz | 09.02.12 08:54
Geschrieben am 09.02.12 08:54
Pro
Gute Bilder entstehen vor allem durch das Können des Fotografen (Wahl von Motiv, Ausschnitt, Augenblick, ...). Das war schon immer so und hat sich durch die Digitaltechnik nicht verändert. Nicht immer erzeugen die vorgegebenen Algorithmen (ob in der Kamera oder später am PC) ein optimales Endergebnis. Wenn ich da korrigierend eingreife, bezeichne ich das nicht als Bildbearbeitung. Früher gab es z.B. Fotopapier unterschiedlicher Gradation, um auf Kontrastschwankungen in den Negativen zu reagieren.
Starke Eingriffe, die das Endergebnis von der Realität entfernen, bezeichne ich als Bildbearbeitung. Das ist ja nicht per se gut oder schlecht. Ich möchte mit einem Bild eine Aussage machen und/oder eine Wirkung erzielen. Wenn mir das durch Bearbeitung der Originaldaten gelingt, ist das doch ok.
Ich persönlich werde stark bearbeitete Bilder auf jeden Fall als solche kennzeichnen. Und es gibt ja noch den Channel DigiArt...
Von LutzSchmidt | 09.02.12 11:55
Geschrieben am 09.02.12 11:55
Pro
aber nur in Maßen. Wenn man ein Foto verfälscht, sollte man es kennzeichnen.
Von Eleonore Klein | 09.02.12 12:36
Geschrieben am 09.02.12 12:36
Pro! Fotografie OHNE Bildbearbeitung gibt es eigentlich gar nicht. Selbst ein OOC-Bild ist bearbeitet. Durch das Profil, die Verarbeitung in der Kamera usw.
Früher, im Labor, hat man versucht den optimalen Kontrastumfang zu erreichen. Man hat den Ausschnitt gewählt, einen Rahmen hinzugefügt. Sogar die Auswahl des Papiers (PE, Baryt zB), die Wahl der Vergrößerungsobjektivs oder des Vergrösserers, war eine Bearbeitung. Heute wird so ziemlich alles am Computer gemacht. Aber letztendlich hat sich doch nichts wirklich verändert. Nur, dass alles Daten sind. Keine Filme und Chemikalien mehr und was auch immer.
Eine Bearbeitung die das aufgenommene Bild in seiner Aussage verändert, kann aber auch so bezeichnet werden. Viele schreiben ja schon: Ausschnitt, Kontarst u. Farbe verändert. Die Veränderungen sind legitim, denn der Fotograf möchte eine bestimmte Wirkung oder Aussage unterstützen. Natürlich gehen Manipulation, die beispielsweise aus einer Sensationslust entstehen (Kriegsberichterstattung ist ein Thema) oder aus dem Glauben diese befriedigen zu müssen, zu weit.
Von Markus M. Schmidt | 09.02.12 13:58
Geschrieben am 09.02.12 13:58
Pro !
Entscheidend für mich ist das Resultat. Nur übertreiben sollte man es nicht, aber ich glaube das man dieses irgendwie auch sieht. Es sei denn, es ist gewollt!
Übrigens, mir macht die Bea Spaß !!!
Von Johann Mack | 09.02.12 14:21
Geschrieben am 09.02.12 14:21
Pro
Für mich ist Fotografie ein Prozess, ich mache ein Bild in RAW, dabei habe ich eine Vorstellung, die nur ich in diesem Moment habe,mit Nachbearbeitung versuche ich, diese Vorstellung zu unterstreichen.
Weiterhin finde ich, dass man auch gerade durch Nachbearbeiten Fotografie besser verstehen kann, wenn man darauf achtet, was man genau macht. So kann man später beim Foto machen auch drauf achten...so gesehen ein Prozess in zwei Richtungen...
Und es macht Spaß, bei einem Tee und guter Musik sich eine Fotoreihe durchzunehmen, zu experimentieren und zu lernen, ist ja schliesslich ein Hobby und ich bin nicht unter Zeitdruck :)
Von Alain Niessen | 09.02.12 15:32
Geschrieben am 09.02.12 15:32
PRO !
allein schon, wenn ich Pavel Kaplun's Bilder sehe, weiß ich, warum ich dafür bin. Ich bin zwar (noch) nicht in der Lage, solch interessante Kompositionen zu machen, aber ich übe und tüftel gern, um etwas zu erreichen, was mir gefällt. In der digitalisierten Welt ist so vieles möglich, was früher noch so schwer gewesen wäre. Ich nehme diese Möglichkeit gern in Anspruch. Derzeit eher für Kleinigekeiten, um die Fotos minimals zu korrigieren oder verbessern, aber zwischendurch eben auch, um ein Foto eventuell zu verändern oder aus mehreren dann letztendlich ein Gesamtkunstwerk zu erstllen. Doch ja, ich mag das bearbeiten und die Möglichkeiten, die es dafür gibt!
Von M.Stapper | 09.02.12 16:26
Geschrieben am 09.02.12 16:26
PRO
Das Ergebnis zählt.
Von pegocom | 09.02.12 17:59
Geschrieben am 09.02.12 17:59
Ein schlechtes Bild wird durch Photoshop nicht besser. Aber auch ein gutes Bild weist oft Mängel auf, die man mit Photoretusche eliminieren kann. Damit kann man manches Bild retten, das sonst im Abfall verschwinden würde. Vom berühmten Fotografen Helmut Newton stammt die Aussage: "Ein unbearbeitetes Bild ist ein langweiliges Bild."
Von Karl Thüer | 09.02.12 19:05
Geschrieben am 09.02.12 19:05
Pro
Aber nur sehr sparsam.
Ich beschneide oder arbeite mit der Tonwertkorrektur.
Das sollte aber auch alles sein. Entweder fotografiert man oder bastelt am Computer.
Von cavallino1404 | 10.02.12 21:45
Geschrieben am 10.02.12 21:45
KONTRA
gegen eine "dezente" Bildbearbeitung hätte ich ja nichts, aber die digitale Fotografie erlaubt es, von einem Wochenende 2000 Fotos zu machen, diese dann realitätsfremd zu bearbeiten. Ich habe noch die alte "analoge" Fotografie im Kopf, weniger ist mehr, was nicht passt sofort in den Mülleimer. Meine maximale Bearbeitung ist "Helligkeit" oder "Schärfe", von allem anderen lasse ich die Finger (und diese beiden Punkte nur, wenn es unbedingt sein muss)
Von Wilfried Jurkowski | 13.02.12 10:54
Geschrieben am 13.02.12 10:54
Pro
Wichtig ist doch, daß das Abgebildete gefällt.
Darf man auch nicht vergessen, daß viele Aufnahmen bereits in der Kamera bearbeitet werden, wenn man die einzelnen Programme nutzt. Jpeg Formate werden komprimiert also
auch bearbeitet und RAW Daten muss man sogar bearbeiten um Brauchbares zu erhalten.
Für mich ist einzig und alleine das Ergebnis wichtig und nicht der Weg dorthin.
Von BeBob52 | 16.02.12 22:41
Geschrieben am 16.02.12 22:41
PRO
man sollte zwischen bildbearbeitung und bildbearbeitung differenzieren. wenn es darum geht dem original durch sättigung, farbumkehrung, kontrasten, schärfe, luminanz etc. einfach noch mehr leben einzuhauchen, stimmungen zu verstärken und dem ganzen seinen eigenen stempel aufzudrücken finde ich das absolut okay und legitim.
geht es jedoch darum das bild komplett zu verändern, eine dickere person dünner zu machen, köpfe auf andere körper zaubern oder alles was unter die maximal invasive schiene fällt, dann finde ich es für meine bilder nicht gut.
letztendlich sehe ich fotografie und deren präsentation als kunst ... jeder empfindet kunst anders.
wem original-bilder gefallen wie sie sind (davon hab ich auch genug) - bitte.
wer den feinschliff durch software erzeugt - bitte.
wer sich glücklich damit fühlt aus nem apfel ne banane zu machen - bitte :)
Von Annika Likes | 22.02.12 18:15
Geschrieben am 22.02.12 18:15